Die Rolle der Fußreflexzonen

Dr. med habil. H. Kuppardt, Priv.-Doz.

Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin

Dr. med habil. Hansjörg Kuppardt ist Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin. Seit Jahren befasst er sich mit der goFit Gesundheitsmatte und versucht, die Wirkungsweise zu erläutern. In diesem Zusammenhang befasste er sich mit dem Effekt der Reflexzonenmassage an den Fußsohlen. Er zitiert dabei die Expertin für Fußreflexzonentherapie, Margarete Hermanns, wonach „sich der menschliche Körper an den Füßen widerspiegelt“, Nervenbahnen stellen die Verbindung her, so glauben Befürworter dieser Methode. Dieses Wissen wurde über Jahrtausende mündlich überliefert. Erst 1913 systematisierte Dr. W. Fitzerald dieTheorie, nachdem er Ureinwohner seines Landes beobachtete, wie sie Erkrankungen durch Drücken bestimmter Punkte linderten.

Nach seinen beobachtenden Studien teilte Dr. W. Fitzerald den Körper in 10 Längszonen ein, „die er proportional auf den Fuß übertrug“ (Stange). Später sei die Einteilung um Querzonen ergänzt worden, erklärt Kuppardt. Die meisten Reflexzonen befänden sich nach dieser Theorie an den Fußsohlen, einige Reflexzonen auch an den Seiten und am Fußrücken. Auch in der praktischen Anwendung gab es Fortentwicklung, etwa neue Druckgriffe der deutschen Heilpraktikerin, Hanna Marquardt.

Humbug oder Erfolgsrezept

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Es gibt nur ridumentäre Studien, die den Effekt der Fußreflexzonenmassage belastbar erklären könnten. Und auch „eine reflektorische Fuß-, Körperverbindung wurde bislang nicht nachgewiesen“, sagt Hansjörg Kuppardt. Zwar konnte man, so beschreibt der Facharzt den Stand der Wissenschaft, in einer Studie in Innsbruck nach der Fußreflexzonenmassage eine verbesserte Nierendurchblutung ermitteln. An der Uni Jena sei man in einer Studie zum Ergebnis gekommen, dass bei den getesteten Personen „diese Massageform … (bei Gonarthrose) die Schmerzintensität um zwei Drittel und die Beweglichkeit des Kniegelenkes um 12 Grad verbessert“ werden konnte. „Einigen Untersuchungen zufolge kann die Fußreflexzonenmassage auch dazu beitragen, generell Stress- und Erschöpfungszustände abzubauen.“ (ApothekenUmschau)

Ein Problem in der wissenschaftlichen Beurteilung ist sicherlich, dass unterschiedliche Therapeuten mit ihren Händen arbeiten. Alleine dieser Umstand macht eine aussagekräftige Studie schwierig. Und doch stellt man in der medizinischen Praxis immer wieder Erfolge fest. Dass sie nur unzureichend belegt werden können, tut der Sache offensichtlich keinen Abbruch.

Fußreflexzonenmassage mit der goFit Gesundheitsmatte

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Die vielen Rückmeldungen, wonach Nutzer beim Treten auf der goFit Gesundheitsmatte eine Verbesserung ihrer Schmerzen feststellen können, wirft sicherlich mehr Fragen auf, als man beantworten kann. Eine Erklärung erscheint plausibel, die Dr. Hansjörg Kuppardt so beschreibt: „Der Therapeut führt die Massage durch, PatientInnen sind dabei weitgehend passiv. Beim Treten auf der goFit Gesundheitsmatte sind Anwender aktiv.“ Sie können Anwendungsdauer und Anwendungsformen variieren, wenn sie auf die Signale ihres Körpers achten. Vielleicht ein Erklärungsansatz für den Erfolg der goFit Gesundheitsmatte.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Beurteilung von Prof. Dr. Edward Senn, der im Rahmen einer Dissertation die goFit Gesundheitsmatte an einer Gruppe von Menschen untersuchte und dabei feststellte: „es dominieren die überraschenden positiven Erfahrungen (z. T. schon nach wenigen Anwendungen).